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| Wiener VCP-Finanzgruppe - 2005 weiteres Wachstum geplant |
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Die Wiener Investmentgruppe VCP hat sich darauf spezialisiert, unterbewertete Unternehmen mit besonders hohen Wachstums-Chancen zu erwerben und nach einiger Zeit wieder mit sattem Gewinn zu veräußern. Den Mega-Coup schlechthin landete man mit der Börse-Platzierung des ungarischen Chemiekonzerns BorsodChem im vergangenen Herbst, der Vienna Capital Partners allein mehrere hundert Mio. Euro Erlös einbrachte.
Auch für 2005 seien bei VCP die Weichen auf Wachstum gestellt, sagte der Chef der Gruppe, Heinrich Pecina, am Mittwochabend: "Wir prüfen derzeit eine Vielzahl interessanter Projekte in den Ländern Zentral- und Osteuropas und verfügen über eine prall gefüllte Projektpipeline." Näher äußern wolle man sich jedoch nur zu bereits abgewickelten Deals. Mit einer neuen 100-Mio.-Euro-Finanzierungslinie der HSBC, die VCP jederzeit ziehen kann, ist man nun für kommende Investments noch flexibler.
Im Oktober hatte VCP die BorsodChem zu 62,6 Prozent über die Budapester Börse in einem Secondary Public Offering verkauft und dafür 388 Mio. Euro Erlös erzielt " konkret 443 Mio. Dollar, was damals 358 Mio. Euro entsprach. "Vor drei Jahren war die ganze BorsodChem 220 Mio. Dollar wert", hatte sich VCP-Gründer Heinrich Pecina damals gerühmt. Heute hält seine Gruppe noch rund 21 Prozent der Anteile, der Aktienkurs hat seit dem SPO rund ein Drittel zugelegt.
BorsodChem könnte in Rumänien oder Polen zukaufen, sagte Pecina am Mittwochabend und schloss selbst einen Einstieg der Ungarn in Russland nicht aus. Mit einer Jahreskapazität von 360.000 t PVC an einem Standort sei BorsodChem schon heute der größte Player der Region und die Nummer zwei in Europa, geplant sei mittelfristig der Ausbau auf 400.000 t.
Zu weiteren VCP-Beteiligungen zählen derzeit etwa im Medienbereich die größte serbische Tageszeitung "Blic" (25 Prozent; den Rest hält die Schweizer Ringier-Gruppe) und das kroatische Magazin "Nacional - TV extra", ferner das von steigenden Ölfrachtkosten profitierende kroatische Schifffahrtsunternehmen Tankerska Plovidba, der polnische Versorger Polski Gaz oder das zweitwichtigste ungarische Chemieunternehmen, die auf Petrochemie spezialisierte TVK. 31 Prozent an der TVK hält die VCP, die Mehrheit gehört der ungarischen MOL. Die frühere 2,9-prozentige Beteiligung an der MOL hat VCP laut Pecina bereits im 1. Halbjahr 2004 mit kräftigem Gewinn abgestoßen.
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Quelle: APA |
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